Produktdatenblätter von Fenstersystemen sind voller Zahlen: „6 Kammern“, „3 Dichtungen“, „Einbautiefe 82 mm“. Für jemanden, der sich nicht täglich mit Fensterprofilen beschäftigt, sagen diese Werte allein wenig aus. Wir erklären, was sie tatsächlich bedeuten und worauf sie sich real auswirken.
Anzahl der Profilkammern
Ein Fensterprofil (PVC oder Aluminium mit thermischer Trennung) besteht aus Luftkammern, die durch Stege getrennt sind. Mehr Kammern bedeuten in der Regel eine bessere Wärmedämmung - die eingeschlossene Luft wirkt wie eine zusätzliche Dämmschicht. 5-Kammer-Systeme sind heute der Marktstandard, 6-7 Kammern sind wärmere Lösungen, die häufiger in energieeffizienten Häusern eingesetzt werden.
Anzahl der Dichtungen
Dichtungen (in der Regel 2 oder 3) sorgen für die Dichtheit der Verbindung zwischen Rahmen und Flügel. Drei Dichtungen - einschließlich einer mittleren Dichtung - verbessern sowohl die Wärme- als auch die Schalldämmung und schützen zudem besser vor eindringender Feuchtigkeit und Wind.
Profil-Einbautiefe
Das ist die Gesamtdicke des Profils in Millimetern - von 60 mm bei älteren, preisgünstigen Systemen bis über 120 mm bei Passivhauslösungen. Eine größere Einbautiefe ermöglicht eine dickere, besser dämmende Verglasungseinheit, was sich direkt auf den Wärmedurchgangskoeffizienten des gesamten Fensters auswirkt.
Breite der Verglasungseinheit
Sie bestimmt, wie dick eine Verglasungseinheit (also wie viele Scheiben und Abstandshalter) in ein bestimmtes Profil eingebaut werden kann. Standard-Zweifachverglasungen liegen bei etwa 24-28 mm, Dreifachverglasungen bei 40-52 mm und mehr. Eine dickere Einheit bedeutet in der Regel bessere Wärme- und Schalldämmung.
Wie übersetzt sich das in eine Wahl?
Für ein Einfamilienhaus mit üblicher Heizung ist meist ein 5-6-Kammer-System mit 2-3 Dichtungen und einer Einbautiefe von 70-85 mm mit Dreifachverglasung ein sinnvoller Kompromiss. Bei energieeffizienten oder Passivhäusern lohnt sich der Blick auf Systeme mit einer Einbautiefe ab 85 mm.
Wie man ein Datenblatt eines Fenstersystems liest
Hersteller geben Parameter meist so an: Kammernzahl (z. B. 6/7 - bedeutet 6 Kammern im Rahmen und 7 im Flügel), Einbautiefe in mm, Anzahl der Dichtungen und maximale Verglasungsstärke. Beim Vergleich zweier Systeme sollte man alle diese Zahlen zusammen betrachten, nicht nur einen einzelnen Wert - ein System mit mehr Kammern, aber geringerer Einbautiefe kann einen schlechteren realen Uw-Wert haben als eines mit weniger Kammern, aber tieferem Profil und dickerer Verglasung. In unserem Angebot an PVC-Systemen können Sie mehrere Modelle im Vergleichstool auswählen und diese Parameter nebeneinander sehen.
Die vollständige Spezifikation aller von uns montierten Systeme finden Sie in unserem Angebot an PVC-Fenstern - dort können Sie mehrere Modelle auswählen und direkt vergleichen.
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