PVC- oder Aluminiumfenster können 20-30 Jahre halten, das bedeutet aber nicht, dass sie die ganze Zeit über so gut funktionieren wie am Tag der Montage. Manche Verschleißerscheinungen lassen sich durch Justierung oder eine neue Dichtung beheben, andere bedeuten, dass das Fenster tatsächlich an Leistung verliert und ein Austausch wirtschaftlicher ist als eine weitere Reparatur. Hier sind 7 Anzeichen, auf die Sie achten sollten.
1. Spürbare Zugluft trotz geschlossenem Fenster
Wenn Sie bei geschlossenem Fenster Luftbewegung spüren - halten Sie die Hand nah an den Rahmen -, ist das ein Zeichen, dass die Dichtungen ihre Elastizität verloren haben oder die Beschläge den Flügel nicht mehr gleichmäßig andrücken. Manchmal helfen Justierung und neue Dichtungen, aber wenn das Profil bereits stark verschlissen ist (typischerweise nach 15-20 Jahren), ist die Reparatur oft nur vorübergehend wirksam.
2. Beschlagen oder Trübung zwischen den Scheiben
Das ist eines der eindeutigsten Anzeichen. Wenn Nebel oder Wassertropfen zwischen den Scheiben der Verglasungseinheit auftreten (nicht auf der Innenfläche einer einzelnen Scheibe), bedeutet das, dass der hermetische Abstandhalter beschädigt ist - das Gas oder die Luft zwischen den Scheiben ist entwichen, und Feuchtigkeit ist eingedrungen. Das lässt sich nicht reparieren - die einzige Lösung ist der Austausch der Verglasungseinheit oder des gesamten Fensters.
3. Der Flügel schließt schwer oder der Griff geht steif
Ein absackender Flügel, ein Griff, den man kräftig drücken muss, um das Fenster zu verriegeln - das ist meist eine Beschlagsfrage, die sich justieren lässt (siehe unseren Artikel zur Fensterjustierung). Wenn die Justierung aber nicht mehr hilft und das Problem nach wenigen Monaten wiederkehrt, ist das ein Zeichen, dass die Beschläge selbst oder das Profil bereits verschlissen sind.
4. Sichtbare Verformungen oder Verfärbungen des Profils
Vergilbung, Mattwerden oder sichtbare Mikrorisse auf der Oberfläche eines PVC-Profils - besonders auf der sonnenzugewandten Seite - sind das Ergebnis der Materialalterung durch UV-Strahlung. Das Profil verliert dann nicht nur an Optik, sondern teilweise auch an struktureller Steifigkeit.
5. Hohe Heizkosten trotz dicht geschlossener Fenster
Wenn das Haus gut gedämmt ist, die Heizkosten aber trotzdem von Saison zu Saison steigen, können alte Fenster mit niedrigem Uw-Wert eine der Hauptursachen für Wärmeverluste sein. Wie man das berechnet, haben wir in unserem Artikel zum Uw-Wert erklärt.
6. Lärm von außen, der vorher nicht da war
Eine Verschlechterung der Schalldämmung entsteht meist durch dieselben Mechanismen wie der Verlust der thermischen Dichtigkeit - verschlissene Dichtungen, Spiel in den Beschlägen. Wenn Sie an einer stark befahrenen Straße wohnen und bemerken, dass der Lärm von draußen lauter ist als vor einigen Jahren, ist das ein guter Grund, den Zustand der Fenster zu prüfen.
7. Fenster sind über 20-25 Jahre alt und wurden nie ausgetauscht
Auch ohne offensichtliche Symptome haben Fenster, die 20-25 Jahre alt sind (besonders die erste PVC-Generation aus den 1990er- und frühen 2000er-Jahren), meist deutlich schlechtere Wärmedämmwerte als heutige 5-7-Kammer-Systeme. Allein das Alter, auch ohne Defekt, ist Grund genug, einen Austausch in Betracht zu ziehen - besonders im Rahmen einer Renovierung oder thermischen Sanierung.
Was tun, wenn mehrere dieser Anzeichen zutreffen?
Ein einzelnes Symptom (z. B. ein schwergängiger Griff) lässt sich oft durch Justierung beheben. Wenn Sie bei sich aber 3 oder mehr der genannten Anzeichen gleichzeitig erkennen, verzögert die Reparatur einzelner Beschläge oder Dichtungen wahrscheinlich nur den unvermeidlichen Austausch - und kostet dabei pro Nutzungsjahr mehr, als gleich neue Fenster mit besseren Werten zu installieren.
Nicht sicher, ob Ihre Fenster für einen Austausch infrage kommen oder ob eine Justierung reicht? Vereinbaren Sie ein kostenloses Aufmaß und eine Beratung - wir beurteilen den Zustand der Fenster vor Ort und sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Reparatur noch lohnt.
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