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Wie viel spart man wirklich an Heizkosten nach einem Fensteraustausch?

Wie viel spart man wirklich an Heizkosten nach einem Fensteraustausch?

„Lohnt sich ein Fensteraustausch wirklich?" ist eine der Fragen, die wir am häufigsten hören. Die ehrliche Antwort: Das hängt vom Zustand der Fenster ab, die Sie austauschen, und davon, wie gut das restliche Gebäude gedämmt ist. Wir erklären, was Ihre Einsparung tatsächlich bestimmt, damit Sie das für Ihr eigenes Haus abschätzen können.

Woher Wärmeverluste durch alte Fenster kommen

In einem typischen, nicht sanierten Einfamilienhaus sind Fenster für gut zehn bis sogar 25-30 % des gesamten Wärmeverlusts des Gebäudes verantwortlich - je nachdem, wie groß die Verglasungsfläche im Verhältnis zur Wandfläche ist. Ein altes Fenster mit einem Uw-Wert von etwa 2,6-3,0 W/(m²K) verliert bis zu zwei- bis dreimal so viel Wärme wie ein modernes Fenster mit einem Uw-Wert von 0,9-1,1 W/(m²K). Was dieser Wert genau bedeutet, haben wir in einem eigenen Artikel erklärt.

Was die Höhe der Einsparung wirklich bestimmt

1. Der Unterschied zwischen dem Uw-Wert der alten und neuen Fenster

Je größer der Unterschied zwischen den Werten der alten und neuen Fenster, desto größer die reale Einsparung. Der Austausch von Fenstern aus den 1990er-Jahren (Uw ca. 2,6-3,0) gegen ein modernes 6-7-Kammer-System (Uw ca. 0,9) bringt einen deutlich größeren Effekt als der Austausch zehn Jahre alter Fenster gegen die neuesten Modelle.

2. Verglasungsfläche im Verhältnis zur Gebäudegröße

Ein Haus mit großen Verglasungen (große Fenster, verglaste Terrassen) spürt den Austausch stärker als ein Gebäude mit wenigen kleinen Fenstern - weil Fenster dort einen größeren Anteil am gesamten Wärmeverlust haben.

3. Dämmzustand des restlichen Gebäudes

Sind Wände, Dach und Fundamente schlecht gedämmt, können Wärmeverluste durch diese Bauteile den Effekt des reinen Fensteraustauschs regelrecht „überdecken" - die Einsparung wirkt prozentual kleiner an der Gesamtrechnung, ist aber absolut betrachtet weiterhin real. Ein Fensteraustausch funktioniert am besten entweder als Teil einer umfassenderen thermischen Sanierung oder in einem Haus, das abgesehen von den Fenstern bereits gut gedämmt ist.

4. Heizart und Energiepreis

Je teurer der Energieträger, desto schneller spürt man die Einsparung durch geringeren Wärmeverbrauch auf der Rechnung - der prozentuale Energiesparanteil ist unabhängig von der Heizquelle ähnlich, sein Wert auf der Rechnung unterscheidet sich jedoch je nach Preis.

Wie Sie Ihre mögliche Einsparung selbst abschätzen

Am einfachsten ist der Vergleich der Uw-Werte: Haben Ihre aktuellen Fenster einen Uw-Wert von etwa 2,6 und die neuen etwa 0,9, beträgt der theoretische Rückgang des Wärmeverlusts durch die Fenster selbst rund 65 %. Um das in eine reale Einsparung auf der gesamten Heizkostenrechnung umzurechnen, müssen Sie zusätzlich berücksichtigen, welchen Anteil die Fenster zuvor am gesamten Wärmeverlust des Gebäudes hatten (siehe Punkte 2 und 3) - eine genaue Berechnung sollten Sie einem Energieberater überlassen, wenn Sie einen präzisen Wert benötigen.

Effekte, die sich schwer beziffern lassen, aber real sind

Neben der Einsparung auf der Rechnung verbessert der Austausch alter Fenster den thermischen Komfort (weniger „kalte Zonen" an den Fenstern im Winter), verringert Außenlärm und beseitigt das Risiko von Kondensation oder Schimmel an undichten Rahmen - Vorteile, die auf keiner Heizkostenrechnung erscheinen, aber die Wohnqualität real beeinflussen.

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